Waldbrandursachen & Verhaltensregeln

In der Schweiz haben während der letzten zwanzig Jahre pro Jahr durchschnittlich 90 Brände knapp 374 Hektaren Wald verwüstet. Gut die Hälfte (57%) aller Brände ist auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen. Davon entfallen 12% auf Brandstiftungen. Etwas mehr als ein Zehntel (14%) entfacht der Blitz, und bei knapp einem Drittel (29%) ist die Ursache unbekannt.

Waldbrandursachen

Die meisten Flur- und Waldbrände in der Schweiz sind auf menschliche Ursachen zurückzuführen und sind oft die Folge von Unachtsamkeit. In den Sommermonaten werden Waldbrände insbesondere auf der Alpensüdseite - in den letzten Jahren auch vermehrt im Alpenraum - auch durch Blitzschläge entfacht.

Natürliche Ursachen

  • Blitzschlag

 

Vorsätzlich gelegte Brände

  • Brandstiftung

 

Fahrlässigkeit

  • Ungenügend gelöschte Feuerstellen
  • Weggeworfene Raucherwaren, etc.
  • Zündeln/mit Feuer spielen
  • Waldwirtschaft und Landwirtschaft (u.a. verbrennen von Holzabfällen oder Stroh, Funkenwurf von Maschinen)
  • Militär (bei Schiessübungen)

 

Technische Ursachen

  • Eisenbahn (u.a. Funkenwurf von Fahrleitungen oder heissen Bremsklötzen)
  • Elektrische Leitungen (u.a. Entzündung von Ästen)
  • Technische Anlagen (u.a. heisse Katalysatoren in geparkten Autos)

 

Besondere Risikofaktoren

  • Häufige Anwesenheit von Menschen und Maschinen (Erholungssuchende, Passanten und Waldarbeiter)
  • Wälder und Grasland nach schneearmen Wintern
  • Häufig trockene Witterung bzw. trockene Winde (Föhn)
  • Trockene Waldstandorte mit langsamem Abbau von Astmaterial (Nadelwälder, Kastanienwälder)
  • Hoher Nadelholzanteil auf Windwurfflächen

 

Während Trockenperioden und starken Föhnlagen ist die Gefahr von Waldbränden, insbesondere in den Alpen und auf der Alpensüdseite, erhöht. Die Lage ist im Frühling nach schneearmen Wintern und solange die Vegetation noch nicht ausgeschlagen hat besonders angespannt, da die Sonnenstrahlung direkt auf den trockenen Waldboden fällt und viel potenzielles Brandgut auf dem Waldboden vorhanden ist. Mit der Klimaänderung kann sich die Brandgefahr regional ändern und ausweiten.

Generelle Verhaltensempfehlungen beim Feuern im Freien

Das Waldbrandrisiko bezeichnet die Wahrscheinlichkeit mit welcher ein Waldbrand entstehen kann. Das Waldbrandrisiko kann z. B. durch Freizeitaktivitäten erhöht sein, so dass schon bei niedriger Waldbrandgefahr Massnahmen notwendig sind. Das Entfachen von Feuern im Wald und ausserhalb des Waldes hat immer - auch bei geringer und mässiger Waldbrandgefahr - mit der nötigen Vorsicht zu erfolgen.

Wenn Sie sich an folgende allgemeinen Regeln halten, können Sie mithelfen Waldbrände zu vermeiden:

  • Sich über die lokale Gefahrensituation informieren, wenn man im Freien ein Feuer machen will.
  • Feuerverbote unbedingt einhalten!
  • Informationen aus Internet, Radio und Fernsehen sowie in Zeitungen beachten.
  • Brennende Zigaretten und Zündhölzer nie wegwerfen.
  • Beim Grillieren festeingerichtete Feuerstellen verwenden.
  • Feuer laufend überwachen und allfälligen Funkenwurf sofort löschen.
  • Grill-/Feuerstellen und deren Umgebung nur im absolut gelöschten Zustand verlassen.
  • Bei starken und böigen Winden auf Feuer im Freien unbedingt verzichten.
  • Feuerwerkskörper nur an Orten mit ausdrücklicher Bewilligung der Standortgemeinde abfeuern.